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Technische Analyse vom Iota Kurs

Iota Kurs Rechner

Auszug aus Wikipedia

IOTA (abgeleitet von dem kleinsten Buchstaben im griechischen Alphabet Iota) ist ein digitales Bezahlsystem – auch Kryptowährung genannt. Die Referenzsoftware zur Abwicklung von IOTA-Zahlungen wurde als Open Source veröffentlicht. IOTA ist auf eine sichere Kommunikation und Zahlung zwischen zwei Maschinen im Rahmen des Internet der Dinge ausgerichtet. Ein Entwurfsziel ist die schnelle Abwicklung von Transaktionen ohne hohen Rechenaufwand und ohne Kosten. Ende 2017 betrug die Marktkapitalisierung rund 12 Milliarden US-Dollar. IOTA war zu dem Zeitpunkt eine der zehn größten Kryptowährungen. iota kurs iota kurs iota kurs iota kurs

Anders als etwa Bitcoin, verwendet IOTA keine Blockchain auf Basis einer verketteten Liste. Transaktionen werden stattdessen in einem gerichteten azyklischen Graphen erfasst. Dadurch sollen Transaktionskosten verringert werden und eine bessere Skalierbarkeit als bei Blockchain-basierten Kryptowährungen erreicht werden. Für IOTA-Transaktionen fallen keine Transaktionsgebühren an, nur der Absender einer Transaktion muss Rechenleistung aufbringen. (Proof of Work).

Geschichte

IOTA wurde 2015 von David Sønstebø, Sergey Ivancheglo, Dominik Schiener und Serguei Popov gegründet und wird von der IOTA-Stiftung beaufsichtigt, einer Non-Profit-Organisation, die sich der Entwicklung der Technologie widmet und sie für alle Entwickler lizenzfrei hält. Die feste Menge an 2.779.530.283.277.761 Iota (2.779.530.283 Miota) wurde bereits geschaffen und in einem Initial Coin Offering verteilt. Ein paar Monate später begann IOTA Open-Beta-Tests. Während der Betaphase begann der Handel zwischen den Betanutzern für die nächsten elf Monate.

Im Mai 2017 kündigte IOTA einen Ökosystemfonds in Höhe von 10 Mio. US-Dollar an, um größere Unternehmenskooperationen, Community-Projekte und Entwicklererwerbsinitiativen zu fördern. Im darauf folgenden Juni wurde IOTA auf der Handelsbörse Bitfinex gelistet und startete mit 0,64 US-Dollar pro Miota (1 Mio. IOTA). Outlier Ventures, ein Venture-Capital-Unternehmen, investierte eine siebenstellige Summe in IOTA – die erste direkte Investition in eine verteilte Ledger-Technologie. Der Micropayment-Dienst SatoshiPay kündigte einen Übergang von der Nutzung von Bitcoin zur Verwendung von IOTA an.

Im August 2017 schloss die IOTA-Stiftung eine Partnerschaft mit Refunite (Refugees United), der weltgrößten Datenbank für vermisste Personen, um zu helfen, Familien während und nach Konflikten wieder zu vereinen.Ebenfalls wurde das Flash-Netzwerk, das sofortige Zahlungen und hohe Transaktionszahlen zwischen zwei festgelegten Transaktionspartnern ermöglichen soll, vorgestellt. Im November 2017 kündigte Sopra Steria eine Partnerschaft mit IOTA an, um einen Rahmen zur Optimierung der Sicherheit zwischen Geräten im Internet der Dinge zu schaffen.

Am 7. August 2017 wurde die Kryptographische Hashfunktion Curl als Eigenentwicklung durch eine Variante von Keccak ersetzt. Voraus ging die Veröffentlichung umfangreicher Schwachstellen in Curl. Diese hätten Angriffe gegen IOTA ermöglicht. Aufgrund dieser Kontroversen um die Hashfunktion Curl stellte das University College London die Kooperation mit der IOTA-Stiftung ein.

Am 20. Oktober 2017 wurde ein Bug in der Schlüsselerzeugung behoben, der es theoretisch erlaubte, von bestimmten Konten IOTA ohne Beteiligung des Eigentümers zu entwenden.

Im November 2017 wurde die „IOTA Stiftung“ als gemeinnützige Stiftung des bürgerlichen Rechts von der Berliner Stiftungsaufsicht registriert. Kurz darauf wird der „Datenmarktplatz“ bekannt online gestellt. LATTICE80, ein Fintech–Hub in Singapur und der größte seiner Art, gab bekannt, ein IOTA-Innovationslabor für das Internet der Dinge zu öffnen.

Am 18. April 2018 wurde die weltweit erste IOTA-Ladesäule für Elektroautos aufgestellt. Die Kommunikation beim Laden und die Bezahlung erfolgen über ein IOTA-basiertes Protokoll.

Aufgrund von Ermittlungen des Hessischen Landeskriminalamtes wurde am 23. Januar 2019 unterstützt durch Europol ein 36-jähriger Verdächtiger in Oxford (Vereinigtes Königreich) festgenommen. Der mutmaßliche Täter soll Iota mit einem Gegenwert von 10 Millionen Euro gestohlen haben. Der Diebstahl wurde bereits im Januar 2018 bekannt. Aktuell wird von weltweit 85 geschädigten Personen ausgegangen.

Technik

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Beispiel eines IOTA-„Tangles“

Tangle

Viele andere Kryptowährungen, unter anderem Bitcoin, verwenden eine Blockchain auf Basis einer einfach verketteten Liste von Blöcken, die mehrere Transaktionen enthalten. Bei IOTA gibt es hingegen keine Blöcke, die einzelnen Transaktionen bilden die Knoten eines gerichteten azyklischen Graphen (DAG), der umgangssprachlich als „Tangle“ bezeichnet wird.

Damit ein IOTA-Benutzer eine Transaktion senden kann, muss der Benutzer zwei andere Transaktionen überprüfen. Eine gesendete Transaktion muss ein ausreichendes Verifizierungsniveau akkumulieren und muss daher von anderen Benutzern ausreichend oft validiert werden, um von ihrem Empfänger als „bestätigt“ markiert zu werden. Um eine Transaktion durchzuführen, muss der Sender außerdem eine kryptographische Aufgabe lösen (Proof of Work), vergleichbar mit den Aufgaben der Miner im Bitcoin-Protokoll.

IOTA verwendet eine zentrale Instanz, den sogenannten „Coordinator“, der eine Vertrauensbasis im IOTA-Netzwerk darstellt. Dieser veröffentlicht in regelmäßigen Abständen sogenannte „Meilensteine“, wobei alle Transaktionen bis zu diesem Meilenstein vom Netzwerk als verifiziert betrachtet werden. Dadurch sollen Angriffe gegen IOTA, wie etwa Double-Spending, verhindert werden.

Entwicklungsziel des Projekts ist es, bei ausreichender Größe des IOTA-Netzwerkes ohne Coordinator auszukommen. Im Vergleich zu anderen Kryptowährungen wie etwa Bitcoin stellt IOTA damit momentan kein rein dezentrales System dar und besitzt einen Single Point of Failure sowie eine zentrale Vertrauensinstanz. Nach Eigenaussage der IOTA Foundation ist diese theoretisch dazu in der Lage, Gelder einzufrieren, indem der Coordinator in Meilensteinen gezielt bestimmte Transaktionen ignoriert.

Nebenstehende Abbildung stellt den IOTA-Tangle beispielhaft graphisch dar. Jeder Knoten (Kästchen) im Graph (Tangle) stellt eine gesendete Transaktion dar. Die Transaktionen wurden im Bild chronologisch von links nach rechts erzeugt. Für jede neue Transaktion werden zwei bestehende Transaktionen im Tangle validiert.

Die Auswahl dieser Transaktionen erfolgt durch den Client. Eine Transaktion gilt als validiert, sobald ein definierter Schwellenwert von Transaktionen erreicht ist, die von dieser abhängen. In der Abbildung zeigen rote Knoten Transaktionen an, die bereits validiert wurden, bei denen dieser Schwellenwert allerdings noch nicht erreicht ist. Grün markierte Knoten stellen Transaktionen dar, die durch das Netzwerk als verifiziert angesehen werden. Für grau markierte Knoten existiert noch keine Validierung.

Die Anzahl der pro Sekunde neu entstehenden Knoten im IOTA-Tangle ist prinzipiell unbegrenzt. Damit gibt es, im Gegensatz zu Blockchain-basierten Kryptowährungen, keine inhärente Obergrenze für den Transaktionsdurchsatz. Zur Verifikation von Transaktionen muss aber dennoch der vollständige Tangle inklusive aller früheren Transaktionen vorgehalten werden, was erhebliche Anforderungen an Speicherkapazität der Teilnehmer stellt.

Adressen

Eine IOTA-Adresse stellt, wie bei Bitcoin, einen öffentlichen Schlüssel dar. Zur Überweisung von IOTA, die an einer Adresse hinterlegt sind, wird der dazugehörige private Schlüssel benötigt.

Zur Signatur von Transaktionen wird ein auf kryptographischen Hashfunktionen basiertes Schema verwendet (das auf dem Lamport-Diffie-Einmal-Signaturverfahren basierende Winternitz-Einmal-Signaturverfahren). Im Gegensatz zu weiter verbreiteten Verfahren wie RSA oder DSA soll dies Sicherheit gegen Angriffe durch Quantencomputer bieten. Auf Grund der Eigenschaften des verwendeten Signaturschemas stellt eine Wiederverwendung von IOTA-Adressen, nachdem von diesen bereits einmalig Zahlungen gesendet wurden, ein schwerwiegendes Sicherheitsrisiko dar und muss durch den Benutzer vermieden werden.

IOTA stellt in seiner momentanen Form keine dezentrale Währung dar, da die Sicherheit des Systems teilweise auf einer zentralen Instanz, dem sogenannten Coordinator, basiert.  Der Quellcode des Coordinator ist seit dem 10. April 2019 als Open Source veröffentlicht. Ziel des Projekts ist es, mittelfristig auf den Coordinator verzichten zu können.

Die IOTA-Stiftung verfügt über umfangreiche Industriekooperationen. Unter anderem entwickelt die Stiftung gemeinsam mit der Linux Foundation, Deutschen Telekom, Fujitsu und Samsung einen sogenannten „Datenmarkt“ auf Basis der in IOTA eingesetzten Technik.